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EVA STENGEL

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JULIA KURTH

Podcast »FRITZ FOR FUTURE«
Warum Biodiversität wichtig ist – und wir ohne sie keine Schokolade hätten

 GLÜHWÜRMCHEN UND NESTER

WIDDERCHEN UND GÄRTEN

Ich war ungefähr vier Jahre alt. Mein Vater weckte mich mitten in der Nacht, nahm mich auf den Rücken und trug mich bis ans Ende unserer Straße. Dort zeigte er mir ein Glühwürmchen, die damals schon sehr selten waren. In unserem Naturgarten direkt am Wald beobachtete ich als Kind stundenlang Dutzende von Krötenpaare im kleinen Biotop und sah, wie sie von Jahr zu Jahr weniger wurden, bis sie irgendwann ganz ausblieben. 

Die Liebe zur Natur wurde mir in die Wiege gelegt. Früh schon habe ich verstanden, wie wichtig es ist, sich für sie einzusetzen. Und dass man tatsächlich für ihren Erhalt kämpfen muss. Als Jugendliche setzte  ich  mich bei Greenpeace ein und ging auf Demos gegen das Waldsterben. Und ich erinnere mich an die Diskussionen mit Kollegen um ein Amselnest. Die Amsel hatte es sich in den Kopf gesetzt, in einer Zwischentür ihr Nest zu bauen. Manchen war der kleine Umweg zu viel, das Nest sollte weg. Tatsächlich konnte sich die Pro-Amsel Fraktion, zur der ich per Unterschriftenliste aufgerufen hatte, durchsetzen und die Amsel durfte ihren Nachwuchs in Ruhe aufziehen – der Durchgang blieb gesperrt. 

Heute ist die Dimension eine ganz andere: Die Bedrohung der Natur hat auf allen Ebenen elementare Züge angenommen. Der Klimawandel ist bereits eingetreten, unsere Artenvielfalt schwindet.

 

Dabei geht es  eigentlich gar nicht um die Natur  an sich. Sie wird es immer geben - so oder so. Es geht um uns, um unsere Lebensweise und den Erhalt von echter Lebensqualität! Wir können uns der Forderung nach nachhaltigem und sinnvollem Handeln  nicht mehr entziehen!

Lasst uns gemeinsam für unser Ökosystem und für unsere Lebensgrundlagen etwas TUN.  Dabei führen alle Schritte  zum Ziel!

Wenn man etwas liebt, möchte man es schützen. Und so ist es mir ein Herzensanliegen, gleichzeitig zu vermitteln, wie wunderschön unsere regionale Natur ist. Die in unserer Straße, auf unserem Balkon, in unseren Gärten, auf dem Land, in der Stadt, auf dem Betriebsgelände. Aus der Nähe betrachtet und beobachtet. Vermeintlich unscheinbares, alles was summt, brummt, zwitschert, die ganze Tier- und Pflanzenwelt. 

Worum geht es?

Darum, es wieder zuzulassen,  Flächen (auch kleine Flächen) zu schaffen, die sich  natürlich entfalten dürfen.  Das ist tatsächlich überall möglich und überall siedelt sich sofort wieder Leben an, wenn man es erlaubt. Und da alles mit allem zusammenhängt,  um die Unterstützung einer ökologischen Landwirtschaft mit einem entsprechenden Speiseplan – zu Hause und in der Kantine. Um eine  Mobilität, die dem Klima weniger schädigt . Und nicht zuletzt um die Unterstützung all der Menschen, die sich bereits für die Natur einsetzen. 

Es geht auch darum, uns der Natur wieder näher zu bringen. Wie viele kennen noch das Glück,  einen Schmetterling genau zu beobachten - oder einem Vogel  bewusst beim Singen zuzuhören? Dieses Glück, dass unserer Psyche  gut tut und uns im übrigen zu besseren und gesünderen Mitarbeiter/innen werden lässt!

Vor diesem Hintergrund schuf ich die DAS TUN WIR Angebote, die sich speziell an Kommunen und Unternehmen richten: 

Die DAS TUN WIR Arche und die Miniwildnis Initiative. 

Und die Vermittlung von Dienstleistungen, die  wirklich sinnvoll sind, Spaß machen, dabei unter wissenschaftlicher Begleitung entstehen und  konkret unserer Natur helfen! 

Denn alles fängt einmal klein an …  zum Beispiel mit einem Vogelnest!

Von klein auf begeistert mich die Natur und ihre Schönheit & Wunder. Ich erinnere mich an viele Urlaube auf einem Bauernhof in der Vulkaneifel. Ein herrlicher Fleck, der damals, in den 90er Jahren, mit vielen Magerwiesen entlang von Waldrändern umgeben war. Auf der Suche nach Katzengold (Pyrit) in den Eifeler Steinbrüchen flatterten mir immer wieder Widderchen (Zygaena filipendulae) über den Weg. Kleine blauschwarze Schmetterlinge mit roten Punkten. Diese schimmerten fast wie Katzengold. Vom Nektar der Blüten betrunken taumelten sie umher und waren ganz träge, sodass ich sie auf die Hand nehmen konnte. Diese tollen Tiere sah ich immer seltener je älter ich wurde. 

Festzustellen, dass etwas, mit dem man aufgewachsen ist, so schnell schwindet ist erschreckend. Seien es einzelne Tier- und Pflanzenarten, naturbelassene Flächen oder bestimmte Biotoptypen. Aber man kann Entwicklungen auch umkehren – und dabei im persönlichen Umfeld beginnen. So wurde der Naturgarten meiner Eltern sukzessive erweitert.

Auf einem ehemaligen Acker entwickeln sich nun vielfältige Lebensgemeinschaften. Die Pflanzen wiederum ziehen passende Bestäuber an.

 

Dies war für mich ein Schlüsselerlebnis und zeigt, dass sich überall wertvolle Naturräume schaffen lassen, die einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten. Sei es der eigene Garten, der Unternehmensstandort, kommunale oder landwirtschaftliche Flächen.

Jeder/ jede Einzelne kann so viel bewirken – wenn man der Natur mehr Raum gibt. Und dies ist aus meiner Sicht das effektivste Mittel gegen die Frustration über den Verlust an biologischer Vielfalt und Naturräumen. Eben ins TUN kommen und Gutes bewirken.

Es bleibt keine Zeit mehr, um auf die großen Lösungen in der Biodiversitätskrise zu warten. Jeder m2 zählt! Deshalb habe ich mich entschlossen, meine Kompetenzen in Bezug auf Projektmanagement, Beratung und Kundenorientierung dem Erhalt der biologischen Vielfalt zu verschreiben.

 

Die Natur kann zwar sehr gut ohne uns. Aber wir können nicht ohne die Natur. Also lasst uns gemeinsam etwas TUN.

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